Die neue Art des Reisens

12. Juni 2020  // BLOGEINTRAG
Nach dem Lockdown kehrt nun langsam ein Stück Normalität zurück. Hotels und Restaurants sind wieder offen, das Reisen ist erlaubt. Doch wohin in Corona-Zeiten?

Endlich wieder reisen

Jetzt ist es endlich so weit. Ich kann wieder reisen. Zwar noch nicht überall hin, jedoch verglichen mit den letzten Monaten paradiesisch weit. Erste Glücksgefühle stellen sich ein, als ich meine Reisetasche packe. Die eigenen vier Wände sind inzwischen doch etwas eng geworden. Zwar waren sie mir lieb und teuer während des Lockdowns und boten Schutz und Zuflucht. Doch nun brauche ich dringend Abwechslung. Ein paar Tage raus aus dem heimischen Einerlei und endlich wieder Neues entdecken – danach sehne ich mich.

Ich weiß, es wird kein Urlaub, wie ich ihn von früher her kenne. Das ist klar. Immer noch ist das Virus überall präsent. Mund- und Nasen-Schutz, Abstand halten, Gruppen meiden – das alles fühlt sich ungewohnt und etwas unbehaglich an. Mit gemischten Gefühlen denke ich über mögliche Reiseziele nach. Wo werde ich mich wohlfühlen? Wie wird es sein, im Restaurant von einem Angestellten mit Maske  bedient zu werden? Wie sauber und sicher sind eigentlich die Hotels? Und vor allem: Wird sich bei mir überhaupt so etwas wie Urlaubs-Feeling und Entspannung einstellen?

Das alles werde ich nur herausfinden, wenn ich mich auf den Weg mache. Weit weg muss es ja nicht unbedingt sein. Ferne Destinationen sind sowieso momentan tabu, die meisten Ländergrenzen noch geschlossen. Ohnehin kann ich schwer abschätzen, wie gut oder schlecht die Schutzmaßnahmen in anderen Ländern greifen. In Deutschland weiß ich, woran ich bin – im Großen und Ganzen jedenfalls. Deshalb gibt es für mich im Augenblick eigentlich nur ein einziges wirklich verlässliches Reiseziel: Urlaub im eigenen Land.

Die Heimat entdecken

Die Heimat neu entdecken, hat durchaus seinen Reiz. Lange schon wollte ich mehr von meinem Land kennen lernen. Genau betrachtet ist es abwechslungsreicher als so manches meiner sonstigen Urlaubsziele. Berge und Meer, Wälder und Seen, historische und facettenreiche Städte mit ganz viel Charme – lange schon ringt Deutschland um meine Aufmerksamkeit.

Besonders reizt mich ein Städtetrip mit viel Zeit im Gepäck. Nach Berlin beispielsweise. Dort bietet sich nicht nur eine Fülle an Historischem, Kunst, Kultur und Kulinarischem, die manch andere europäische Stadt mühelos in den Schatten stellt. Deutschlands Hauptstadt ist zudem auch beeindruckend weitläufig und wunderbar grün. Fast jeder Stadtteil lockt mit eigenen Parks, prachtvollen Gebäuden und kulinarischer Vielfalt. In manchen führen sogar lauschige Wege die gemächlich fließende Spree entlang. Hinzu kommt ein eindrucksvolles Umland mit vielen unentdeckten Pfaden durch die Natur. Historische Schlösser wie das prunkvolle Sanssouci in Potsdam oder idyllische Badeseen und gemütliche Ausflugslokale liegen direkt vor den Toren Berlins. All dies zudem noch kostengünstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Meine Entscheidung steht fest: Die erste Reise nach dem Corona-Lockdown soll mich nach Berlin führen.

Urlaubsaufenthalt mit gutem Gefühl

Bei der Hotelauswahl suche ich gefühlsmäßig nach einem kleineren. Ich kann mir einen großen Komplex mit hunderten von Zimmern in Corona-Zeiten einfach nicht für einen entspannten Urlaub vorstellen. Lieber soll alles überschaubar, fast schon familiär sein. Mit einem kleinen, doch feinen Restaurant, behaglichen Zimmern und zentral, jedoch ruhig und naturnah gelegen. Sauberkeit und Hygiene sind natürlich ebenfalls ein entscheidendes Thema.

Ich halte mich an die Vorgaben und erwarte das im Gegenzug selbstverständlich auch von anderen. Vor allem von meinem Urlaubshotel. Wer wie gut ist, offenbart sich meist schon auf der Webseite. Professionelle Reinigung und Desinfektion im gesamten Hotel, gern auch einmal etwas öfter als sonst üblich, sowie geschultes Personal und ein à la carte Frühstück anstelle eines Buffets geben mir ein gutes Gefühl bei der Auswahl. Bei schönem Wetter möchte ich am liebsten draußen sitzen. Dann bin ich froh, wenn mein Tisch zwar mittendrin im Leben, aber dennoch mit sicherem Abstand zum nächsten steht. Vorab reservieren und platziert werden ist für mich zwar ungewohnt, doch ich nehme es gern in Kauf für einen hygienisch einwandfreien Platz ohne Schlange stehen vor der Tür.

Mitten im Herzen Berlins habe ich für meine erste Reise in Corona-Zeiten das passende Hotel gefunden. Das märchenhaft gestaltete GRIMM‘s liegt am weitläufigen Potsdamer Platz. Ohne große Mühe kann man hier beim Bummeln zu anderen Abstand halten. Zum historischen Zentrum Berlins sind es selbst zu Fuß nur ein paar Minuten. Direkt hinter dem komfortablen 3-Sterne-Hotel erstreckt sich zudem ein schöner Park mit viel Platz für Fitness und Entspannung. Ich bin sicher: Hier fühlt sich Urlaub auch in diesen Zeiten wie Urlaub an.
share on WhatsApp
share on Facebook